Ich war bei der Anti-AFD-Demo in Ulm, als mir dieser Moment aufgefallen ist. Das Licht, die Gesten, die Atmosphäre – irgendetwas hat mich hineingezogen. Also hab ich angehalten und die Kamera gehoben.
Wenn ich das Foto jetzt anschaue, trifft es genau das, was ich dort gefühlt habe: die Stimmung, die Emotion, die Präsenz von Menschen, die für etwas eingestanden sind, woran sie glauben. Das ist es, was mich an Street Photography überhaupt fesselt – diese Momente, die sich nicht wiederholen und die etwas Echtes zeigen von dem, was gerade passiert.
Die laif foundation zeigt diese Arbeit als Teil ihres Festivals im Jupiter Hamburg (21.–30. November) – unter dem Thema „Show What Is“ – mit über 20 Fotografen, die Klimawandel, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chancengleichheit dokumentieren. Es gibt Screenings, Talks, Photo Slams und eine Pop-up-Galerie, zu der Street-Fotografen eigene Perspektiven beisteuern können.
Es fühlt sich richtig an, Teil von so etwas zu sein. Nicht weil ich Antworten hätte – sondern weil das Bild darauf besteht zu fragen: Wofür waren wir alle dort?