Andreas Usenbenz
Ich fotografiere das,
was andere übersehen.
Licht, Schatten, Spuren von Leben.
Ich fotografiere nicht, um schön zu machen.
Ich fotografiere, um ehrlich zu zeigen.
Mich interessieren keine perfekten Gesichter.
Mich interessieren Spuren. Risse.
Das, was geblieben ist, obwohl es niemand mehr beachtet.
Ich finde meine Motive nicht im Offensichtlichen,
sondern in den Zwischenräumen:
In einem Schatten, der sich streckt.
In einer Stille, die etwas erzählt.
In Dingen, die vergessen scheinen –
aber nicht stumm sind.
Ich mag das Melancholische.
Das Langsame. Das Leise.
Ich mag, wenn ein Bild Zeit braucht.
Und Raum lässt.
Ich arbeite nicht für jeden.
Ich arbeite für Menschen, die keine Show brauchen,
sondern Tiefe.
Für Menschen, die sich wiederfinden wollen –
nicht neu erfinden.
Ich arbeite für die, die bereit sind,
sich sehen zu lassen.
Nicht nur von mir,
sondern vielleicht auch endlich von sich selbst.
